Kombi-Fortbildung 2016Kombi-Fortbildung 2016

Nachdem alle Teilnehmer pünktlich und vollzählig eingetroffen waren startete das Kombi-Seminar zum 5.Mal. Mit dem Abendessen begann auch schon der „alpine Ratsch und Tratsch“, gefolgt von der offiziellen Eröffnung des Seminars durch die beiden Ausbilder Klaus Schäffler (SVM Lehrteam Ski alpin) und Dominik Eberle (BSV Lehrteam Skitour). Nach der Vorstellungsrunde aller Teilnehmer und Ausbilder war schnell klar, hier sitzen 18 wissbegierige Schneesportbegeisterte. Einige Ski alpin Fahrer, welche mal ins Tourenwesen reinschnuppern möchten und einige Skitouren-Experten, welche ihre Skitechnik verbessern wollten. Die Bandbreite ging von 23-61 Jahren.

Wir nutzten den ersten Abend u.a. auch für: Organisatorisches, News aus dem SVM zum Lehrteam, Ausscheider und Neuzugänge, der Fördergruppe sowie den Fortbildungs-Leitthemen „Einfahrprogramm-Vorschlag mit SkiBraining©" und „Beobachten, Beurteilen, Beraten“, welche auch auf Schnee bearbeitet wurden.

Als weitere Vorbereitung auf die beiden folgenden Tage im Schnee gab es am Freitagabend noch intensiven „Aus-der-Praxis-für-die-Praxis-Austausch“ über Vor- und Nachteile von aufstiegs- oder abfahrtsorientierter Ausrüstung, über Bindungstypen, LVS, Plastik- und Alu-Schaufeln, Längen von Sonden, ABS-Rucksäcke, über Lawinenlageberichte, Wetterentwicklung, und und und. Ja, es wurde ein langer aber kurzweiliger Abend.

Am Samstag trainierten wir im Skigebiet Axamer Lizum unsere Skitechnik mit Schwerpunkt auf mittlere Radien im Gelände inkl. Videofahrten. Die unterschiedlichen Sicht-Verhältnisse drückten  dem Training einen Extra-Stempel auf. Sehr anspruchsvoll aber auch wertvoll. Natürlich haben wir vor dem Start unsere Ausrüstung geprüft, der (große) LVS Check gehört zum Standardprogramm.

Kombi-Fortbildung 2016Kombi-Fortbildung 2016Den Mini-Aufstieg (ca. 1 Std.) am späteren Nachmittag nutzten wir für Materialerprobungen, die Einsteiger sammelten erste Erfahrung mit dem Klebstoff von Steigfellen Zwinkernd,  unterschiedlichen Hangneigungen, Spuranlage, Gehtechniken wie z.B. Passgang bis hin zu Spitzkehren. Abgerundet wurde das weitere Programm von weiteren wichtigen Übungen im Umgang mit der Ausrüstung. LVS, Sonde und Schaufel kamen intensiv zum Einsatz. Die Teilnehmer lernten anhand von Aufgabenstellungen wie konditionsintensiv eine LVS Suche im tiefen Schnee und ansteigendem Gelände sein kann und vor allem wie schnell 2-3 Minuten nach Verschüttung vorbei sind. Eine weitere ernüchternde Erfahrung sammelten die Teilnehmer beim „Power-Team-Schaufeln“. Aufgabe war das Ausschaufeln eines vermeintlich in 1,50 Meter Tiefe Verschütteten.

Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende, einige genossen noch Sauna und Schwimmbad, bevor wir uns wieder am feinen Speisenbuffet für den nächsten Tag gestärkt haben. Nach dem Abendessen dann wieder volles Programm. Videoanalyse der Geländefahrten, allgemeine Infos zum Schneedeckenaufbau, aber auch speziell zum Winter 2015/2016. Anschließend noch Auslösung von zwei ABS Rucksäcken und die Tagesplanung für die Skitour am Sonntag.

Kombi-Fortbildung 2016Der Sonntagmorgen begann mit frühem Frühstück (06.30), damit wir zeitig ins Kühtai kommen. Das gute Wetter war bestellt, die „Lieferung“ kam leider nicht im Kühtai an. Wir starteten trotzdem in zwei Gruppen zu unserer Tour. Plan A war Rietzer Grießkogel, Plan B war entweder Kreuzjochkogel oder Mitterzeigerkogel oder je nach Wetter nur ein Teilstück. Auf dem Programm standen wieder Tipps und Tricks aus der Praxis. Spuranlage und Gehtechniken, an Tagen wie diesen wurde jedoch die Orientierung zum Schwerpunktthema. Sichtweiten unterschiedlichster Art von 1-500 Meter waren im ständigen Wechsel. Die Experten-Gruppe kam bis zur Scharte des Rietzer Grießkogels, die Einsteiger machten bei ca. 2400 HM einen Checkpoint und kamen zu der Entscheidung….das wars für heute. Jetzt war Orientierung gefragt, denn leichter Schneefall und Wind „versteckten“ die Aufstiegsspuren. Die Gruppenführer waren mit GPS-Geräten ausgestattet und bewegten sich somit in der Aufstiegsspur wieder sicher zurück zum Ausgangspunkt.

Zum Abschluss der Tour wurde von Teilnehmer Herbert (Diakon) noch eine Kurzversion des Abendmahls abgehalten, ein bewegter Moment. Danke Herbert. Beide Gruppen trafen sich nach getaner Arbeit im gemütlichen Kaminstüberl des Sporthotel Antonie, Gries im Sellraital, zur Abschlussbesprechung. Der Vorstellungsrunde vom Freitag folgte nun die „Highlight-Runde“ und Verabschiedung.

Vielen Dank an alle Teilnehmer für super Disziplin in allen Belangen, für den regen gemeinsamen Austausch, für Euer positives Feedback. Erst durch Euch wurde das Wochenende das geplante „Erlebnis“.

Bleibt gesund und munter. SKI HEIL und Servus von Klaus und Dominik.

Zurück