Versöhnlicher Abschluss einer merkwürdigen Saison

Während unser Nachwuchs die Saison bei herrlichem Wetter am Spitzing langsam ausklingen ließ, startete Patrick Bussler beim Weltcupfinale in Valmalenco. Das Wetter war genauso schön wie am Spitzing, so dass die Piste mit Salz fester gemacht werden musste, Verhältnisse, die schon immer gut für Patrick Patrick waren. Mit nur vier Hundertsteln Rückstand auf den lange Zeit Weltcupführenden Österreicher Benjamin Karl ging er als zweiter auf seiner Seite in die zweite Quali. Dort reichte ein anständiger Lauf um als Dritter ins Finale zu gehen.
Im Achtelfinale traf er wieder einmal auf Sigi Grabner und bei mittlerweile wieder eisiger Piste wurde es richtig eng. Im ersten Lauf gab es ein totes Rennen zwischen den beiden, im Rerun war Patrick um zwei Hundertstel schneller. Im Viertelfinale traf er auf Ingemar Walder, den alten Haudegen, der schon ein Star war, als Patrick sein erstes FIS Rennen fuhr. Den ersten Lauf gewann Patrick mit 25 Hundertsteln, diesen Vorsprung hielt er im Rerun bis kurz vorm Ziel, im sicheren Bewusstsein, dass der schwarze Lauf in den letzten Toren sowieso zwei Zehntel schneller ist. So hatte er ja Sigi Grabner noch abgefangen. Aber wie immer in dieser Saison muss da noch eine Pfütze oder etwas ähnliches übriggeblieben sein, ein kurzer Rupfer und er kam mit drei Hundertsteln Rückstand ins Ziel.
Da er das ja schon gewohnt war, freut er sich jetzt trotzdem über einen fünften Platz, der ihn in der Weltcupwertung auf Rang sieben bringt. Ein Platz unter den besten acht der Welt bedeutet, dass er in den A Kader aufsteigt und keine Eigenbeteiligung für das Training mehr bezahlen muss.
Nächstes Jahr ist wieder Weltmeisterschaft, und dass er mit den besten der Welt mithalten kann, hat er zur Genüge bewiesen, kein anderer Fahrer ist so beständig vorne mitgefahren wie er. Das macht Hoffnung für Weltmeisterschaft und Olympiischen Spiele.

 

von Hans Bussler am 20.03.2012

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