Die Leistungsdiagnostische Untersuchung (LDU)

Alle Athleten der SVM-Ski-Teams müssen zu Beginn der neuen Saison eine leistungsdiagnostischen Untersuchung absolvieren, welche sicher stellen soll, dass der/die Trainierende den Anforderungen des alpinen Skisports mit den insbesondere beim Gletschertraining hohen Anforderungen an körperliche Konstitution und Fitness auch gewachsen ist. Zudem zeigt die Untersuchung, die immer auch einen Lactattest einschließt, den aktuellen Trainingszustand, den es im Laufe des Sommers zu verbessern gilt.

Es stellt sich immer wieder die Frage, welche Untersuchungen im Einzelnen notwendig sind. Als Internistin mit kardiologischen Schwerpunkt kann ich mich hier nur den aktuellen Empfehlungen der Sportmediziner anschließen, dass eine körperliche Untersuchung allein nicht ausreicht.

Eine umfassende Sporttauglichkeitsuntersuchung beinhaltet folgende Untersuchungen:

  • ausführliche Anamnese einschließlich Familienanamnese (u.a. zum Erfassen erblicher Herzerkrankungen)
  • Körperlicher Untersuchungsbefund
  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG
  • Herzecho (insbesondere um bis dato unerkannte oder asymptomatische, ggf. auch angeborene strukturelle Herzerkrankungen auszuschließen)
  • Lungenfunktionstest-Blutuntersuchung (Blutbild, Leber und Nierenwerte, Entzündungsparameter, Eisenhaushalt, Elektrolyte u.a)

Diese Untersuchungen bilden die Basis. Ergeben sich bei diesen Untersuchungen Auffälligkeiten, kann eine weiterführende Diagnostik (Langzeit-EKG, Langzeitblutdruckmessung, Bodyplethysmographie, Streßechokardiographie, Cardio-MRT oder –CT) erforderlich werden.

Seit 2012 führe ich auf Initiative von Yvonne Schnock mit viel Freude die leistungsdiagnostischen Untersuchungen für die Schülermannschaften des Skiverbandes München durch, seit diesem Jahr auch in Zusammenarbeit mit Mathias Wölfl für die SVM-Jugendmannschaft. Die privaten Kassen übernehmen die Kosten für diese Untersuchungen, für alle anderen biete ich die Diagnostik zu einem günstigen Tarif an. Der BSV übernimmt hierfür dann ebenfalls die Kosten zu 80-90%.

Beim sogenannten Lactat-Ischämietest wird vor, während und nach der Belastung (Fahrradergometer) eine kleine Menge Blut aus dem Ohrläppchen entnommen und somit der aktuelle Blutlactatwert bestimmt. Die Werte werden in Abhängigkeit von der Belastung in Watt und in Bezug auf die Herzfrequenz in ein spezielles Computerprogramm eingetragen und ausgewertet.

Das Ergebnis ist eine Beurteilung des aktuellen körperlichen Leistungszustandes und liefert die Trainingsherzfrequenzen für´s Fahrradfahren und Jogging. Mit den errechneten Herzfrequenzen für unterschiedliche Trainingsintensitäten von Regenerativem Training (REG) über Grundlagen Ausdauertraining (GAT 1-3) hin zu Wettkampf Ausdauertraining (WKA) kann dann vom zuständigen Trainer ein individueller Trainingsplan für jeden Athleten erstellt werden. Zur Umsetzung ist natürlich das Tragen einer Pulsuhr unabdingbar. Denn nur so ist ein optimales kontrolliertes Training zur Leistungssteigerung möglich.

Idealerweise sollte nach einem halben Jahr Training durch einen erneuten Lacattest der Trainingsfortschritt überprüft und die Trainingspulssfrequenzen angepasst werden.

Die komplette Untersuchung dauert ca. 1 ½ Stunden und wird von mir persönlich in den Räumen meiner Praxis in der Offenbachstr.9, in Pasing-Obermenzing durchgeführt.

Die Leistungsdiagnostik biete ich aber nicht nur den Rennkindern, sondern auch allen aktiven Eltern und erwachsenen Vereinsmitgliedern an, welche z.B. mit am Gletscher Ski fahren, regelmäßig Sport treiben oder treiben wollen und durch gezieltes Training Ihre Leistungsfähigkeit steigern wollen.

Bei Interesse einfach anrufen oder beim nächsten Mal am Hang ansprechen.

Kontakt:
Dr. Christine Kolb
Offenbachstr.9
81245 München
Tel. 089/89217921
Mobil: 0171/3388534
E-Mail: dr.christine.kolb@arcor.de

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